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Der Flug mit der Drohne: Das muss beachtet werden
Veröffentlicht am 11.09.2018 |  Kommentare

Wer heute seine Immobilie in einem besonderen Winkel präsentieren möchte und sich somit gerne von anderen Maklern am Markt abheben möchte, der setzt auf eindrucksvolle Bilder aus der Luft. Drohnenflüge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Besonders, da sich der Markt mittlerweile so weiterentwickelt hat, dass auch hochwertige Drohnen zu einem erschwinglichen Preis zu erwerben sind. Egal ob Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien oder Privatgrundstücke – die Aufnahmen aus der Vogelperspektive geben einen außergewöhnlichen Eindruck von Immobilien.

So schön und einfach wie der Einsatz der modernsten Techniken auch sein mag, bei Drohnenflügen gibt es natürlich einige Regeln zu beachten. So sieht die Drohnenverordnung, die bereits am 7. April 2017 in Kraft getreten ist, folgende Hinweise vor, an die sich Immobilienmakler halten müssen:

Versicherung

Drohnen werden versicherungstechnisch als UAVs (Unmanned Areal Vehicle) gehandelt und sind somit versicherungspflichtig. Denn: Sollte die Drohne abstürzen, kann dies zu teuren Personen- und Sachschäden führen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine private Haftpflichtversicherung dies in der Regel nicht komplett abdeckt. Es sollte deswegen eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden.

Kennzeichnung

Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Kennzeichnung der Drohne. Wer eine Drohne in Betrieb nimmt, die mehr als 250g wiegt, muss diese ausreichend kennzeichnen. Dies bedeutet: an der Drohne muss eine Plakette mit Namen und Adresse dauerhaft, feuerfest und gut sichtbar angebracht werden. Eine gesonderte Registrierung ist jedoch nicht erforderlich.

Gesonderte Erlaubnispflicht

Diese muss sich der Drohnenbesitzer einholen, wenn folgende Begebenheiten zutreffen:

  • Aufstiegspflicht: Wenn die Drohne das Gewicht von 5kg überschreitet, muss eine Aufstiegspflicht bei der der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde beantragt werden. Dies muss ebenfalls geschehen, wenn die Drohne höher als 100 Meter über den Boden steigt oder bei Nacht betrieben wird.

Verboten sind zudem noch:

  • Fliegen außerhalb der Sichtweite
  • Fliegen über Wohngrundstücken
  • Fliegen über Naturschutzgebieten
  • Fliegen innerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flugplätzen

Beim Fliegen sind mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand einzuhalten bei:

  • Menschenansammlungen
  • Krankenhäuser
  • militärischen Anlagen und Organisationen
  • Justizvollzugsanstalten und Einrichtungen des Maßregelvollzugs
  • Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung

 

Zudem sollten das Urheberrecht sowie das Persönlichkeitsrecht beachtet werden. So dürfen einzelne Menschen und Gruppen unter sieben Personen nur mit Zustimmung fotografiert werden und auch persönliche Gegenstände dürfen nur unkenntlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

   

Die eigenen Immobilien selbst mit der Drohne zu fotografieren, ist nicht nur ein einzigartiges Erlebnis, sondern erfordert ebenfalls eine gute Vorbereitung. Dazu gehört nicht nur die Recherche rechtlicher Voraussetzungen wie die Klärung von Flugverbotszonen, das Einbeziehen der Nachbarn, das Schreiben von Anträgen, sondern auch die Prüfung der Lage vor Ort. Werden alle Richtlinien eingehalten, steht dem Rundflug nichts mehr im Wege!

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